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Ehemalige Stahlgießerei Gustav Krautheim Sandstraße Chemnitz : 無料・フリー素材/写真

Ehemalige Stahlgießerei Gustav Krautheim Sandstraße Chemnitz / Uwe Kaufmann1
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Ehemalige Stahlgießerei Gustav Krautheim Sandstraße Chemnitz

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説明1888 kam der damals erst 31 jährige Böhme nach Chemnitz und gründete an der damaligen Zwickauer Straße 106 eine kleine Gießereiwerkstatt. Doch schon 3 Jahre später siedelte er an die heutige Schiersandstraße um und legte hier den Grundstein für die später größte sächsische Stahlgießerei. Außerdem war er bekannt für die hohe Qualität (besonders der Elastizität und Bruchfestigkeit) seiner Gußstähle, so daß diese sogar im Fahrzeugbau Verwendung fanden. Außerdem hatte er sich um etliche Innovationen verdient gemacht und entwickelte auch etablierte Technologien auf seinem Fachgebiet weiter, so z.B. das damals gängige Bessemer-Verfahren zur Veredelung von Gußstahl. Doch nicht nur die berühmte (und nach ihm modifizierte) Bessemer-Glocke, sondern auch der Siemens-Martin-Ofen u.a. zählten zum "Inventar" seiner mächtigen Gießereihallen. Die Angaben, wann er in das Werk nach Borna umzog, sind verschieden, es dürfte so zwischen 1912 und 1916 gewesen sein. Grund für den Standortwechsel nach Borna an die Schiersandstraße 116 war wohl der Gleisanschluß und die dort größeren Sandvorkommen, worauf Gießereien nun mal angewiesen sind. Die Weltwirtschaftskrise setzte durch Auftragsrückgänge besonders 1926 nicht nur der Krautheim AG selber stark zu, sondern auch ihrem Stahlgußkönig, der noch im selben Jahr verstarb. Ernstlich „aufwärts“ ging es dann erst mit der Aufnahme von Rüstungsproduktion in den 30-er Jahren, was der Firma allerdings das Prädikat „first important target“ in den alliierten englischen Luftangriffsplänen einbrockte. Was das bedeutete, brauche ich nicht weiter zu erläutern, im Vergleich dazu nehmen sich die tatsächlich eingetretenen Zerstörungenwie ein paar blaue Flecken aus, ohne das ganze verharmlosen zu wollen. Wie das Unternehmen nach dem Krieg zu seinem Namen SAG Marten kam, ist nicht ganz klar, es wird angenommen, daß es der bekannte Werkstofforscher Prof. Adolf Marten (eigentlich Martens) ist, der auch die Auflichtmikroskopie zur Untersuchung der Gußstahlqualität entwickelte. Andere nehmen an, daß es sich um einen ehemaligen Teilhaber der Firma handelt, dessen Anteile, wenn es sich nicht um einen Geschäftsmann mit deutscher Staatsbürgerschaft handelte, nicht einfach so enteignet werden konnte. Dafür spricht, daß bereits 1943 im Zusammenhang mit der Krautheim AG von dem Name Marten zumindestens mal die Rede war. Interessant auch, daß das S von SAG (=Sowjet. Akt.-Gesellsch.) fehlt und nur noch als AG Marten dort die gesamte DDR-Zeit hindurch dort oben prangte, obwohl bereits Ende 1953 mit der Übergabe an die DDR die Umbenennung in VEB Stahlgießerei Karl-Marx-Stadt erfolgt war. Ca. 10 Jahre später wurde das Werk zum Stammbetrieb der Rudolf-Harlaß-Gießerei, die sogar ihre Direktion dort hatte*. Doch mit der Kombinatswelle in den 70-er Jahren war es damit vorbei und es erfolgte die Eingliederung in das volkseigene Leipziger Stahlgusskombinat (GISAG), welches aber 1987 die Karl-Marx-Städter ehem. Krautheimer wieder fallen ließ, so daß sie daraufhin vom Berliner volkseigenen Schienenfahrzeugbau-Kombinat „adoptiert“ wurden - zur Wende stieß man sie aber ebenfalls wieder ab und daraufhin erfolgte die Löschung aus dem Handelsregister. Das Werk ging in Privathand über an die Firma Brockhausen und Holze, unter der in den ersten Jahren noch in den alten Fabrikhallen, wenn auch in ganz geringem Ausmaß, Metallgußteile produziert worden sein sollen, offensichtlich bis Ende 2003, was eines der Fotos vermuten läßt.* Ray hatte mir vor einiger Zeit dazu einen guten Tipp gegeben. Zur Harlaß-Gießerei, Ende der 70-er Jahre nach Wittgensdorf verlegt, gehörte tatsächlich die alte Krautheim Gießerei an der Schiersandstraße, wie ich jetzt rausgekriegt habe – heute fast völlig dem Erdboden gleich, aber in Google Maps kann man sie noch in voller Größe betrachten.PS.: zu den Teilfotos: Oben links Verwaltungsgebäude im Neuzustand, oben rechts Verwaltungsgebäude heute Seitenansicht, unten links Aufschrift AG Marten, unten rechts Haupteingang zu den WerkhallenInnenansichten sind hier zu finden:www.flickr.com/photos/41569813@N03/sets/72157624651775989/
撮影日2010-08-10 11:19:34
撮影者Uwe Kaufmann1
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撮影地Chemnitz, Sachsen, Deutschland 地図
カメラDSC-W310 , SONY
露出0.125 sec (1/8)
開放F値f/3.0


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